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RiME (Nintendo Switch)
RiME
© 2017 TEQUILA WORKS
Titel RiME (Deutsch)
RiME (Englisch)
Entwickler Tequila Works
Veröffentlichung Vereinigte Staaten 14.11.2017 von Grey Box (Nintendo eShop)
Deutschland 17.11.2017 von Grey Box (Nintendo eShop)
Genres Puzzle
Modus Einzelspieler
Regie Raúl Rubio Munárriz
Produzent Remy Chinchilla
Designer Kevin Sardà Pérez
Programmierung Carlos M. Vázquez García
Links Offizielle Website (Englisch)
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
USK
Musikgewaltige Geschichte über Verlust
Inhalt
Nach einem Sturm erwacht ein Junge mit einem roten Umhang am Strand einer Insel, die von einem riesigen Turm überblickt wird. Das Kind macht sich, wenngleich erst noch etwas geschwächt, sogleich auf Erkundungstour. Schnell merkt es, dass es nicht allein ist und findet einen Freund in Form eines Fuchses, der ihn von nun an begleitet. Die beiden wagen sich in das Innere des Turms und werden verschiedene Welten besuchen, um nach und nach die Geschichte des Jungen zu entdecken und so eine traurige Wahrheit ans Licht bringen..


Gameplay
Das Gameplay ist leicht erlernt und wird zu Anfang durch Knopf-Einblendungen erklärt. Danach ist alles recht intuitiv und beherbergt keine größere Komplexität an Steuerungselementen, da sich die Steuerung auf Laufen, Springen, Klettern und Interagieren beschränkt. Klettern wird sogar durch die Programmierung oft erleichtert und der Junge fällt selten bei einem Absprung zu einer Klippe herunter oder streckt seinen Sprungarm trotz falscher Bewegung mit dem Controller in die richtige Richtung.

Um in der Geschichte von RiME voran zu kommen, gilt es, Rätsel von verschiedener Komplexität zu lösen. So müssen leuchtende Statuen in Einklang gebracht werden, Blöcke verschoben, Schlüssel zusammengesetzt und Roboter gelenkt werden, damit der Junge sein Ziel erreicht. Dabei gibt es viele kleine Dinge in der weiten Spielwelt von RiME zu entdecken und zu sammeln. Die Zusatzgegenstände sind oft abseits der Wege der Hauptgeschichte zu entdecken und erfordern oft kleine und größere Jump & Run Einlagen, diese Mühe wird aber zum Beispiel mit Muschelhörnern belohnt, die ein wunderschönes Schlaflied abspielen oder mit neuen Outfits.
Es ist zudem möglich, im Nachhinein die Welten einzeln zu besuchen und die Suche nach fehlenden Dingen nachzuholen, wenn sie beim ersten Durchlauf nicht gefunden wurden. Im Gegensatz zu Indie-Titeln wie Never Alone ist der Fuchsfreund des Jungen hierbei mehr ein stiller Begleiter, da er nicht steuerbar ist, doch wenn man bei einem Rätsel etwas länger nachdenkt, kommt der tierische Begleiter zur Hilfe. Er setzt sich dann an einen für die Lösung wichtigen Ort und jault, sodass man beim zweiten Blick auf das Rätsel meist zu einer Lösung kommt.

Während die Spielwelt der Anfangsinsel noch recht harmlos daherkommt mit einigen Wildschweinen und Eichhörnchen, finden sich in den folgenden Welten des Turms durchaus tödliche Gefahren. So gibt es in der Wüste zum Beispiel einen Greifvogel, der den Jungen nur zu gern zu seinem Speiseplan hinzufügen möchte und man sich unter Bauten einer vergangenen Zivilisation im Wüstensand verstecken muss, um ihm zu entkommen.

Mit fortschreitendem Spiel bekommen die Welten einen zunehmend düsteren Charakter und der Junge wird von Schatten gejagt, die ihm seine Farbe und somit sein Leben entziehen wollen, doch durch geschickte Verwendung von levelinternen Lichtbällen rückt der Junge diesen zu Leibe.


Optik & Sound
Die Worte, die in RiME nicht gesprochen werden, sind in der Musik ausgedrückt: Großartige, emotionale orchestrale Töne, die den Spieler vollkommen in die kleine Welt des Jungen und seines Begleiters ziehen.

Optisch schneidet die Nintendo Switch Version aber wohl am schlechtesten ab. Die Spielwelt ist zwar nach wie vor wunderschön und bunt inszeniert, jedoch grade im Handheldmodus oft schwammig oder unscharf und besonders der Junge wirkt sehr pixelig.


Fazit
RiME ist auch in der Zeit der Indie-Spiele eine außergewöhnliche Besonderheit, da es völlig ohne Worte auskommt, die Geschichte mit Bildern und Musik erzählt. Das Gameplay ist sehr intuitiv und schnell erlernt, die Charaktere vom ersten Moment an liebenswert. Die Musik untermalt die Geschichte perfekt und schickt den Spieler auf eine emotionale Reise voller Freude und auch Trauer.

Die Puzzles, die es zu lösen gilt, sind ab und zu etwas kniffliger, bieten aber immer Abwechslung statt repetitiven Einlagen, trotzdem sind keine komplizierten Rätselmechaniken zu erwarten und stellen daher für Rätselprofis keine große Herausforderung dar. Die Spielwelt und die Atmosphäre des ganzen Spiels machen diese Tatsache jedoch wieder wett.

Leider ruckelt das Spiel sehr oft, gerade in "Action-Szenen", wie zum Beispiel wenn eine Brücke einstürzt, über die der Junge gerade gelaufen ist oder wenn viel auf einmal passiert und geladen wird, hakt es doch enorm. Insgesamt hat das meinen Spielspaß aber nur bedingt hemmen können und RiME bleibt durchaus trotz solcher Framerate-Abstürze absolut spielbar.

Einen kleinen weiteren Wehmutstropfen gibt es da dann allerdings doch noch: die Spielzeit. Die Hauptgeschichte ist in unter 6 Stunden durchgespielt, wenn man nicht weiter nach Zusatzgegenständen sucht, was sehr schade ist, da die Welt und das Gameplay wirklich Spaß machen.

Es sind neben der Musik vor allem die kleinen Dinge, die RiME einzigartig schön machen. Die Eröffnungs- und Abschlusssequenz des Spiels sind sehr atmosphärisch und geben dem Spiel einen epischen Charakter, die Welten sind liebevoll und durchdacht gestaltet und machen neugierig auf die Geschichte jeder einzelnen.

verfasst am 26.11.2017 von Bellathea
Bewertung

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