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Hard West (PC)
Hard West
Titel Hard West (Deutsch)
Entwickler CreativeForge Games
Veröffentlichung International 18.11.2015 von Gambitious Digital Entertainment (Steam)
Genres Adventure, RPG und Strategie
Links Gambitious Digital Entertainment (Englisch)
Howdy!
CreativeForge Games startete mit Hard West ein durchaus ambitioniertes Spiel mit viel Mut und ehrgeizigen Plänen.
Wir sagen nun Howdy und erzählen euch ein wenig von dem Spiel und von unseren Abenteuern.


Story
Acht Szenarios entführen den Spieler in eine mystische Geschichte, geschmückt mit zahlreichen typisch Wild-West Stationen die wiederum fortlaufend aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Ihr betrachtet dabei nicht nur die Leben der Hauptcharaktere, sondern auch die einiger glückloser Seelen. Der Tod - sicherlich der akribischste unter allen Charakteren führt die Story intensiv an, hantiert mit wichtigen Informationen und dient in diesem Fall als Geschichtenerzähler - sehr authentisch, mit dunkler tiefer Stimme verleiht dieser die nötige Atmosphäre und den Hauch von Tragödie des harten Westens. Wenn auch dieser Charakter nicht spielbar ist, greift dieser bei vielen Gelegenheiten streng ein und beeinflusst somit über alle Szenarios hinweg den Verlauf. Die spielbaren Charaktere erhalten somit gelegentlich Unterstützung durch einen mysteriösen Fremden - z.B. durch die Verleihung übernatürlicher Kräfte. Die fortschreitende Story verhält sich an sich recht abgeschlossen innerhalb der Szenarios - jedoch sind Key-Momente oder Charaktere wiederum in anderen Szenarios zu finden. So jagt der Hauptcharakter Warren von Szenario zu Szenario die Mörder seiner liebsten Florence - geleitet von Wut und Hass.

Sidestories
Zu den im gleichen Maße vertretenen Sideszenarios spielt Ihr verschiedene Charaktere die der Hauptstory gelegentlich zuspielen oder von dieser abgeleitet werden. In diesem Fall handelt es sich lediglich um Zusatzcontent und hatte nur in einem Fall einen tatsächlichen näheren Bezug zur Hauptstory. Es handelt sich somit im Endeffekt um zwei separate Stories, die parallel laufen könnten - Fast wie zwei Spiele mit den gleichen Elementen.

Grafik / Musik
Die Entwickler haben die typischen Lokalitäten eines Westerns aufgegriffen: heruntergekommene Bars, verlassene Eisenbahnstrecken und verfallene Anwesen. Die Grafik hinterlässt keinen Wow-Effekt, ist aber passabel, für das Spiel gut genug und die isometrische Ansicht tut ihr übriges. Die Musik ist typisch für das Western-Genre, klingt in manchen Zügen durchaus unheilvoll, wird aber nach langer Spieldauer gewöhnlich und etwas langweilig - vielmehr ist es gar keine Musik sondern eher unterschwelliges Geklimper.

Spielverlauf / Gameplay
Originell wird das Spiel durch skurrile Waffen - denn nicht nur Revolver werden von euch verwendet, sondern auch allerhand andere historische Schusswaffen. Die Story verläuft nicht ganz stringent, aber das ist nicht weiter dramatisch. Oft kompensiert das Spiel durch seine Härte und die Brutalität fehlende Storyelemente und besinnt sich auf viele Grundfesten des Westerns: unzivilisierte Banden, Kannibalismus, Vandalismus, Mord, egal ob an Männern, Frauen, ganze Familien oder der gesamte Haushalt inklusive Tiere. Das Spiel ist durch und durch kompromisslos und so sind es auch die Konsequenzen, die man für bestimmte Entscheidungen tragen muss - die Entscheidungsfragen hingegen sind in fast jeder Situation nicht nachvollziehbar gestellt und ermöglichen kein konkretes Abwägen.
Positiv fällt dabei vor allem das System um die Statuswerte und die Kämpfe auf. Es basiert auf einem Glückssystem, nämlich ein Kartenspiel. Jede Karte hat eine aktive oder passive Fähigkeit. Passive Fähigkeiten wirken, wenn die Karte getragen wird beispielsweise auf die Umgebung. Aktive Fähigkeiten erfordern beim Einsatz eine bestimmte Menge an Glück, ein Statuswert, welcher euch das ganze Spiel sinnbildlich hindurch begleitet - jedoch ausschließlich in den Kämpfen Andwendung findet. Benötigt eure Fähigkeit für den Einsatz also 60 Punkte eures Glücks, dann bleiben euch von einer vollen Statusleiste mit beispielsweise 100 Punkten noch 40. Es bleibt unglücklicherweise ein bitterer Beigeschmack, denn das Glück ist ein unsichtbarer Faktor, der sich auch auf den Feind auswirkt. Jeder Schuss birgt eine Trefferwahrscheinlichkeit und bei einer Trefferquote des Feindes von 20% werden euch 20 Punkte eures Glücks abgezogen, wenn sein Schuss euch verfehlt. Das kann für euch bedeuten, dass euer Feind, hat er mehr Glück als ihr, plötzlich durch Steinwände oder vergleichbares schießen und euch schwer treffen kann. Zu Beginn jedes Kampfes seid ihr voll aufgeladen, nur müsst ihr beachten, dass dauerhafte Verletzungen eure Fähigkeiten einschränken. Habt ihr einen gebrochenen Arm, leidet eure Schussfähigkeiten darunter usw. Das Zusammenlegen von "Decks" ergibt zusätzliche Statusverbesserungen, denn Drillinge, Royal Flush oder eine Straße bei den Skat-Karten erhöhen eure Quoten. So könnt ihr unter anderem besser sehen, erhöht euer Glück, bekommt mehr Kraftpunkte oder eine vergrößerte Bewegungsreichweite. Zusätzlich sind auch Kombinationen eurer Fähigkeiten möglich, zum Beispiel Laufen und Glück. Zwei Joker können im Fall des Falles fehlende Karten ergänzen. Die Entwickler haben sich viele Gedanken gemacht und manches Mal hat man das Gefühl, es waren zu viele Ideen. Beim Goldwaschen gibt es absonderliche Verletzungen, wie einen Schädelbruch oder gebrochene Beine, dabei meint man, dass die Personen nur am Wasser stehen und eine kleine Schale in der Hand halten. Ab und zu wird man das Gefühl nicht los, dass die begleitenden Charaktere alle Trottel sind oder sich dumm anstellen, denn als in einer Höhle Licht angemacht wurde und Fledermäuse aus der Höhle flogen, hatten viele äußerst merkwürdige Verletzungen wie ein gebrochenes Rückgrat. Nicht nur okkulte Ideen sind in das Spiel eingeflossen, ihr kämpft also nicht nur gegen Dämonen, sondern auch gegen andere Cowboys und natürlich auch gegen Indianer. Ungünstig ist, dass der Spieler sich im rundenbasierten Kampf keinen Überblick verschaffen kann und auch keine Möglichkeit der Verteidigung hat - dies läuft eigentlich entgegen jedes Strategiespiels. Auch fühlt man sich bei der Story ein wenig hilflos, denn Einfluss nehmen kann man nicht wirklich, bestimmte Entscheidungen triggern bestimmte Events und mehr nicht. Einige Events werden auch mehrmals getriggert und erst der Materialmangel im Shop verhindert das weitere Spielen des Events. Auch bleibt das Gefühl, dass kein einziges Szenario vollständig beendet wurde.


Fazit
Bei Hard West handelt es sich um ein Spiel für Einsteiger in das Genre Strategie. Das erste Level dient als Tutorial und kann als dieses gespielt werden oder als offener Level. Der Schwierigkeitsgrad ist für erfahrene Gamer nicht sehr hoch, aber das Spiel ist durchaus geeignet für Western/Mystery-Fans. Das Spiel benötigt noch einiges an tweaking, so gibt es Störungen beim Aufruf bestimmter Menüs, die sich nicht durch ESC schließen lassen. Wird dort aus Gewohnheit ESC gedrückt, hängt sich das gesamte Spiel auf. Leider waren die Nebenstories fast interessanter als die Hauptstory, denn diese war nach wenigen Spielzügen voraussehbar und verlief sich im Sande. Ebenso war es Schade, dass es ab einer gewissen Zeit einen Stellungskampf gab, d.h. die Gegner wollten sich nicht mehr nähern und man musste sich in eine schlechtere Position begeben, um den Kampf vorwärts zu bringen. In einigen Aspekten war der Faktor Glück ein interessanter Begleiter, der aber auch viele Strategien zerworfen hat. Ein Vergleich von XCOM zu Hardwest als Westernversion dessen ist lächerlich, da nicht mal ansatzweise die strategietypischen Elemente korrekt implementiert wurden. Ein rundenbasiertes Strategiespiel ist nicht gleich ein XCOM-Klon - das wird in der letzten Zeit viel zu häufig von Pseudofachexperten wahrlich inkorrekt angenommen

Trotz der recht guten Western-Umsetzung können nur 3 von 5 Punkten vergeben werden, da die genrebasierten Elemente und weitere Kleinigkeiten mager realisiert wurden.

Hier einige Daten zum Computer unseres Spieletesters:
32 GB RAM, 2 GB VRAM, neueste Nvidia-Treiber und die GeForce GTX 670 als Grafikkarte.
Die Eckdaten:
36 Stunden Spielzeit; 14 von 30 Errungenschaften

verfasst am 03.12.2015 von SunFish
Bewertung

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