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Valkyria Chronicles (PC)
Valkyria Chronicles
Titel Valkyria Chronicles (Deutsch)
Valkyria Chronicles (Englisch)
戦場のヴァルキュリア -Gallian Chronicles- (Japanisch)
Senjō no Varukyuria -Garian Kuronikuruzu- (Japanisch)
Entwickler SEGA
Veröffentlichung International 11.11.2014 von SEGA (Steam)
Genres Strategie-RPG
Modus Einzelspieler
Spieler 1 Spieler
Andere Systeme Valkyria Chronicles (2008 PS3)
Links Valkyria Chronicles™ auf Steam
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
USK
Wunderschönes und spaßiges Strategie-Rollenspiel
Vor rund 6 Jahren erschien das Strategie-RPG Valkyria Chronicles für PlayStation 3. Nun feiert die Serie ihr Debüt für PC auf Steam. Doch oft hapert es an vielen Stellen mit Konsolenports, sei es bzgl. der Steuerung, der Grafik, oder anderen Mängeln. Macht SEGA hier bessere Arbeit? Direkt als erstes Schmankerl sind schon mal alle DLCs der PlayStation 3 Variante von Haus aus zum Preis von nur 19,99 € mit dabei, außerdem dabei sind Unterstützung für die Steam Cloud, Erfolge und Sammelkarten. Aber wie schaut es mit dem Wesentlichen aus?

Portierung richtig gemacht, wenn auch mit kleinen Lücken

Über ein externes Konfigurationsprogramm, welches leider nicht im Spiel selbst integriert ist und somit jedes Mal einen Neustart erfordert, lassen sich Einstellungen wie Auflösung und Tastenbelegung anpassen. Der von mir verwendete Controller wurde leider nicht nativ erkannt, was allerdings nicht weiter schlimm sein sollte, sofern die Portierung eine Maus unterstützt, was bei vielen Portierungen leider entweder gar nicht oder nicht auf sinnvolle Weise beachtet wurde. Die mögliche Belegung zum Umsehen auf Tasten lässt erst mal keine großen Hoffnungen wach werden, doch erst mal stürzt man sich mit einer Full HD 16:9-Auflösung und vollen 60 Bildern pro Sekunde auf in das Geschehen. Wählt man andere Formate muss man sich leider an schwarze Balken an den Rändern gewöhnen. Durch die Menüs wird erst mal nur per Tastatur, ganz ohne Maus gesteuert, man merkt eben, es handelt sich um eine Konsolenportierung. Doch das soll erst mal nicht weiter stören, man ist lediglich von reinen PC Spielen anderes gewöhnt. In der ersten Schlacht des Spieles erwartet uns dann auch endlich die Erleichterung: Der Zeiger auf der Karte lässt sich per Maus steuern und noch viel wichtiger, steuert man einen Charakter, kann man sich wie erhofft mit der Maus umschauen und problemlos auf die Bösen zielen. Man sieht also, SEGA hat bei dieser Portierung erst mal alles richtig gemacht, wenn auch mit kleinen Makeln die jedoch nicht weiter auffallen sollten. Außerdem steht auch zur Auswahl, ob man Gespräche in englisch oder japanisch betont haben möchte, wobei letzteres natürlich weitaus stimmiger und emotionsvoller wirkt und sich somit auch weitaus positiver auf die Geschichte auswirkt.

David gegen Goliath

Im fiktiven Kontinent Europa - das Spiel ist in englischer Sprache, nicht also zu verwechseln mit unserem Europa, auch wenn eine starke Ähnlichkeit vorhanden ist - der 30er Jahre regieren zwei große Reiche, die Atlantic Federation im Westen und das East European Imperial Empire im Osten. Die Menschheit verlässt sich auf die immens wichtige Ressource Ragnite, die universell als Material für Waffen, als Treibstoff und sogar in der Medizin Verwendung findet. Das Empire, dem diese Ressource immer knapper wird, marschiert daraufhin mit seiner riesigen Armee Richtung Federation und trifft diese hart bis hinter ihre Grenzen. Mittendrin: Das kleine zentral liegende, unabhängige Gallia, bekannt für seine großen Vorkommen an dem wertvollen Rohstoff und bisher eine neutrale Stellung beziehend. Doch es dauert nicht lange, bis sich das im Vergleich überdimensionierte Empire auch an Gallia zu Schaffen machen möchte. Inmitten dieses Tumults, in der kleinen Stadt Bruhl im Äußeren Gallia, finden sich der naturbegeisterte Welkin, seine Schwester Isara, sowie die Bäckerin und zugleich Anführerin der hiesigen Stadtwache Alicia wieder, als das Empire seinen Angriff auf das kleine Reich startet und die Truppe zur Flucht zwingt. Alle drei mit festem Ziel vor Augen und ihren ganz eigenen Träumen von der Zukunft, setzen sie sich das Ziel ihre Heimat zu verteidigen und das Empire zurückzuschlagen. Das Squad 7 ist geboren und die lange, in Episoden erzählte Geschichte, gespickt mit Unmengen an dramatischen, romantischen, hitzigen und auch witzigen Momenten beginnt.

Auf in den Kampf

Zwischen den Schlachten hat man die Chance die Charaktere auszurüsten, ihre Ausrüstung zu verbessern, einzelne Squad-Mitglieder aus einer Auswahl von mit der Zeit über 50 verschiedenen Charakteren mit individuellen Stärken und Schwächen auszutauschen und die gesammelten Erfahrungspunkte auf die einzelnen Klassen zu verteilen. Es steigt nicht etwa ein einzelner Charakter in der Stufe, sondern alle Charaktere, die der jeweiligen Klasse angehören, welche in Scout, Shocktrooper, Lancer, Engineer und Sniper eingeteilt sind. Außerdem lassen sich jede Menge Berichte und optionale Episoden freischalten, die nicht nur die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten näher bringen, sondern auch die Geschichte der Länder und ihrer Völker. Des Weiteren kann man auch Abseits der Hauptgeschichte Gefechte auf verschiedenen Karten in mehreren Schwierigkeitsgraden bestreiten um so Erfahrungspunkte und Geld zu sammeln, oder sich einer besonders schweren Herausforderung zu stellen.

Zu Beginn jeder Schlacht könnt ihr bestimmen, welche Charaktere ihr mit auf das Feld nimmt und an welche Startpositionen ihr diese stellt. Geht die Schlacht los, heißt es nun Rundenweise vorzurücken und bestimmte Ziele zu erreichen wie das gegnerische Camp einzunehmen oder einen bestimmten Feind zu besiegen. Zu Beginn jeder Runde erhält man eine gewisse Anzahl an Command Points (CP), mit denen ihr jeweils einen der Mitglieder eures Squads oder für 2 CP euren Panzer bewegen könnt. Sobald man sich entschieden hat, mit wem man vorrücken möchte, kann eine gewisse Strecke zurückgelegt und eine Aktion ausgeführt werden, bis alle Action Points (AP) aufgebraucht sind. Unterschiedliche Klassen haben eine unterschiedlich hohe Anzahl an AP, können sich also entsprechend unterschiedlich weit fortbewegen, eine Aktion ausführen und ggf. wieder von dem Tumult hinfort machen und Deckung suchen. Man kann sich allerdings nicht einfach vor den Feind stellen, ihm eine Granate gegen den Kopf werfen und sich wieder vom Acker machen, denn während man sich hinfort bewegt, wird der jeweilige Charakter auch innerhalb eines gewissen Radius gesichtet und beschossen. Beschießt man einen Feind, wehrt dieser sich und kontert mit feiner Salve. Beides gilt auch umgekehrt für den Feind, man sollte seine Truppe also immer entsprechend platzieren. Die einzigen, die sich dabei friedlich verhalten und sich alles gefallen lassen sind Lancer und Sniper, die sich weder wehren, noch bei Sichtung direkt losfeuern. Ärgerlich beim Feuern ist manchmal, dass sich an einigen Ecken und Kanten kleine unsichtbare Wände befinden können, durch die man natürlich nicht hindurch schießen kann. Optisch zwar ein Ärgernis, eine Anzeige macht einem hierbei jedoch das Leben leichter, ob man das Ziel nun auch wirklich treffen wird. Wird einem eurer Charaktere der Gar aus gemacht, kann man diese mithilfe des Sanitäters wieder zurück zur Basis bringen lassen, indem man diese mit einem anderen, noch gefechtsbereiten Charakter erreicht. Schafft ihr dies nicht innerhalb von 3 Runden, nachdem dieser zu Boden gebracht wurde, stirbt dieser - und zwar für immer. Dies wirkt sich auch in gewisser Weise auf die verfügbaren Hintergrundinformationen aus, man sollte also immer mit mindesten zwei Spielständen spielen, einem vor der Schlacht und einen ggf. zu Beginn jeder Runde.

Wunderschön untermaltes Märchenbuch

Die Optik in Valkyria Chronicles ist alles andere als altbacken und "schon überall gesehen". So wird man von einer wunderschönen, sympathischen Cel-Shading Grafik überrascht, die direkt aus einem gezeichneten Bilderbuch entspringen könnte. Zwar sieht man der Optik natürlich an, dass diese schon ein paar Jahre hinter sich gebracht hat, jedoch weiß diese dennoch zu gefallen. Auch die musikalische Untermalung kann sich hören lassen und verpasst der ohnehin schon mitreißenden Geschichte nochmal mehr Emotion. Gleiches gilt in dieser Sache für die original japanische Synchronisation, die glücklicherweise einfach auf dem Titelbildschirm einstellbar ist. In dieser Sparte wurde also definitiv alles richtig gemacht.

Fazit

Natürlich wird man mit der Zeit einigen kleinen Ärgernissen oder Makeln begegnen, doch die wundervolle, emotionsvolle Geschichte, all die vielen Charaktere mit ihren ganz eigenen Persönlichkeiten, die vielen interessanten Hintergrundinformationen, die märchenhafte Optik, der filmreife Soundtrack und das Gameplay, das einfach nur richtig viel Spaß macht, machen Valkyria Chronicles zu einem Goldstück der Videospielgeschichte, dass kein Fan von Strategie-Rollenspielen verpassen sollte. Wer es also damals schon zu PlayStation 3-Zeiten geliebäugelt hatte aber nicht dazu kam hat jetzt die Gelegenheit dazu.

verfasst am 09.11.2014 von Kitadashi
Bewertung

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