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Die Welt in allen Farben – Iroduku
Die Welt in allen Farben – Iroduku
© IRODUKU:The World in Colors Project
Titel
Die Welt in allen Farben – Iroduku (Deutsch)
Iroduku: The World in Colors (Englisch)
Irozuku Sekai no Ashita kara (Japanisch)
色づく世界の明日から (Japanisch)
Typ TV-Serie
Synonyme From the Color-Changing World's Tomorrow
Adaptiert von Original
Studios P.A. Works
Veröffentlichung
Japan 13 Folgen (je etwa 24 Minuten) in 1 Staffel (06.10.2018 - 29.12.2018)
Deutschland 13 Folgen (je etwa 24 Minuten) in 1 Staffel (19.02.2021)
Genres Drama, Magic und Romance
Regie Toshiya Shinohara
Autor Yūko Kakihara
Musik Yoshiaki Dewa
Links Offizielle Website (Japanisch)
Magisch und melancholisch
Inhalt:
Hitomi ist eigentlich eine Hexe, doch sie kann keine Farben mehr sehen und hat den Spaß an der Hexerei schon vor langer Zeit verloren. Seit dem Verschwinden ihrer Mutter lebt Hitomi bei ihrer Großmutter Kohaku, die eine sehr begabte Hexe ist und das Leid ihrer Enkelin nicht mehr erträgt. Um die Zukunft zu verändern, schickt sie Hitomi 60 Jahre zurück in die Vergangenheit, damit sie die 17-jährige Kohaku trifft. Sie hofft, dass Hitomi nicht nur die Farben zurückgewinnt, sondern auch ihre Freude und auch ihren Lebensmut.

Synchronisation/Animation:
Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Vor allem die Stimme von Hitomi (Leslie-Vanessa Lill) hat mir gleich in den ersten Minuten des Anime zugesagt.
Selbst wenn ihr euch nicht für Anime aus diesem Genre begeistern könnt, so sind die Animation aus dem Hause P.A. Works wieder ein Zeichen ihres Könnens. P.A. Works vereint farbenfrohe und moderne Animation mit gelegentlichen Ausflügen in Kinderbücheroptik. Wer oft Anime aus den Bereichen Fantasy und Magic gesehen hat, kennt vermutlich die verschiedenen Darstellungen der Magie. In diesem Anime ist sie durchdrungen von Farben, welche auch für die Herstellung von magischen Produkten notwendig sind.

Fazit:
LEONINE sicherte sich mit „Die Welt in allen Farben: Iroduku“ nun auch die kleine magische und etwas melancholische Cousine von „Your Name. - Gestern, heute und für immer“. Ich sage hier bewusst Cousine, weil beide Stories fast nichts miteinander gemeinsam haben, aber einen ähnlichen Grundton von sich geben. In beiden Geschichten suchen die Charaktere nach dem Moment in ihrem Leben, in dem sie alles zu einem Besseren ändern können. Auch die Suche nach sich selbst steht in Iroduku im Vordergrund. In Hitomis Gegenwart ist Magie immer noch ein fester Bestandteil der Gesellschaft, der aber nicht unbedingt von jedem erstrebt wird. Es ist eine Begabung, die man hat oder eben nicht. Wer sie nicht hat, geht in einen magischen Laden und kauft sich farbigen Sand, um sein Leben ein wenig mit Magie zu bereichern. Neid gibt es scheinbar nicht. Auch Hitomi besitzt diese Begabung, hat aber kein Interesse, diese auszuüben und zieht sich wegen ihrer Farbenblindheit lieber zurück. Ihr Großmutter scheint sie nicht zu drängen, ihre Magie zu verbessern, doch sie sieht, wie unglücklich Hitomi ist und schickt sie 60 Jahre zurück in die Vergangenheit. Kohaku platziert den Ankunftsort ziemlich ungeschickt für Hitomi, doch so kommt sie gleich in Kontakt mit den richtigen Personen, um ihr Leben zu verändern. Sie findet Freunde, erlebt eine spaßige Schulzeit und verliebt sich. Kohaku schafft es, dass ihre Enkelin genau die Dinge erlebt, die notwendig sind, um zu sich selbst finden und das in Ordnung zu bringen, was ihr in der Zukunft Schmerzen bereitet. Wer jetzt denkt, dass es sich um ein typischen Teenager-Drama handelt, liegt falsch, denn das Thema Liebe wird seriös und mit ein wenig Abstand behandelt. Vielleicht erinnern sich jemand an True Tears, ebenfalls von P.A. Works, welches auch sehr melancholisch mit der Teenager-Zeit umgegangen ist. Ähnlich ist es mit Iroduku. Die Geschichte an sich startet sehr langsam und entwickelt sich nicht hastig. Es gibt keine magischen Kämpfe, keine Ungeheuer und sonstigen Krawall, der die Stimmung zerstören könnte und ab einer gewissen Episode ist alles ziemlich vorhersehbar. Die Charaktere haben Zeit sich zu entfalten und jeder kann ein wenig aus seinem Leben zeigen. Durch den gegenseitigen Einfluss aufeinander wachsen die Personen emotional – mit allen Höhen und Tiefen. Die gelegentliche Situationskomik lockert die melancholische Stimmung oft ein wenig auf. Ich würde sagen, dass ich den Anime uneingeschränkt empfehlen kann, wenn man seriöse Dramen mag und mal etwas zum Entspannen sehen möchte. Allerdings hinterlässt der Anime einen bitteren Beigeschmack bei mir.
[Spoiler]Schon während einiger Episode und der Information, dass Hitomis Mutter keine Magie anwenden konnte und deshalb verschwunden ist, fragte ich mich, warum sie das getan hat. Der Großteil der Menschen scheint des Zauberns nicht mächtig zu sein, warum also dieser Selbsthass? Für mich schien es, als hätte Kohaku die Beziehung mit ihrer Tochter gehörig versaut und benutzt nun Hitomi, um alles geradezubiegen. Oder ich sehe das ganze nur zu kompliziert und alles ist eine große merkwürdig Zeitschleife.

verfasst am 28.02.2021 von SunFish
Bewertung

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