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Grimoire of Zero
Grimoire of Zero
© Kakeru Kobashiri / KADOKAWA / ASCII Media Works / Zero Magic Division
Titel
Grimoire of Zero (Deutsch)
Grimoire of Zero (Englisch)
Zero Kara Hajimeru Mahō no Sho (Japanisch)
ゼロからはじめるまほうのしょ (Japanisch)
ゼロから始める魔法の書 (Japanisch)
Typ TV-Serie
Synonyme Starting the Magical Book from Zero
Adaptiert von Light Novel
Studios White Fox
Veröffentlichung
Japan 12 Folgen (je etwa 24 Minuten) in 1 Staffel (10.04.2017 - 26.06.2017)
Deutschland 12 Folgen (je etwa 24 Minuten) in 1 Staffel bei Universum Film (06.07.2018 - 09.2018)
Genres Adventure und Fantasy
Original Kakeru Kobashiri
Regie Tetsuo Hirakawa
Produzent Fumiki Yamazaki, Hirotaka Kaneko, Hitoshi Kawamura, Koji Hyakutake, Mika Shimizu, Takema Okamura und Yusuke Yoshioka
Autor Tetsuo Hirakawa
Musik Akito Matsuda
Links Offizielle Website (Japanisch)
Für jeden etwas dabei!
Inhalt
Wir schreiben das Jahr 526 des Liturgischen Kalenders. Der Kampf zwischen Menschen und Hexen stürzt die bekannte Welt in kriegerisches Chaos. Inmitten der Auseinandersetzungen befindet sich eine weitere Gruppe, die Biestseelen, welche von menschlichen Müttern geboren werden, aber halb Mensch und halb Tier sind. Von Menschen werden sie ausgegrenzt und von Hexen gejagt, weshalb sie ihr Einkommen als Söldner oder Hexenjäger bestreiten. Eines Tages kommt es zu einem schicksalhaften Treffen zwischen einer Biestseele und einer Hexe namens Zero, die ihm verspricht, seinen Fluch zu brechen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach einem Buch, in welchem die Formel für die Zerstörung der Welt steht. Aneinander gebunden durch einen Blutschwur, müssen sie nun einander Vertrauen und Vorurteile überwinden.

Charaktere
Alle Charaktere bringen eine ungeahnte Ambivalenz in die Geschichte ein, denn ihre Überzeugungen schwanken im Laufe des Geschehens. Zero, die übermächtige Hexe, verleiht sich durch einen Blutschwur eine Schwäche: den Söldner. Dies macht sie in gewissen Momenten zu dem, was sie eigentlich ist: eine unerfahrene Jugendliche. Auch wenn sie oft Rational reagiert, so wird sie doch sehr emotional, wenn es um den Söldner geht, was fast schon wie eine Schwärmerei wirkt. Sie will sich, egal was geschieht, auf jemanden verlassen können und riskiert dafür auch ihr Leben. Der Söldner dagegen wirkt in seinen Beweggründen und Aktionen manchmal ein wenig stumpfsinnig oder getrieben von Instinkten, womit er der Gegenpol zu Zero ist. Doch dieser Charakterzug bringt Zero auch häufiger in Gefahr, auch wenn er sie nur beschützen möchte. Der Charakter 13 ist Zeros Vergangenheit und gibt Einblick in das, was sie einst war, bevor sie begann gegen die Konventionen aufzubegehren. Dann ist da noch Albus, die überzeugt ist von ihrem Glauben und dass sie das Richtige tut. Jedoch zeigt sich auch hier im Laufe der Geschichte eine Veränderung und ein Erkennen der Situation und der Wahrheit, was dazu führt, dass sie sich mächtige Feinde auf allen Seiten macht. Die Realisierung, dass das Ende des Krieges nur durch eine andere Entscheidung herbeigeführt werden kann, lässt sie mit einem Mal erwachsen wirken. Ihr Gefährte Holdem, der zuvor einer der Antagonisten war, wird ein unersetzlicher Helfer der gesamten Gruppe. Diese Charakterentwicklung ist in einem Anime mit nur zwölf Episoden fast schon außergewöhnlich.

Grafik | Synchronisation
Aus dem Hause White Fox stammt ebenfalls re:Zero und Steins;Gate und Girmoire of Zero bringt wieder frischen Wind in die Animewelt, vor allem für alle, die Furry-Charaktere mögen. Ein wenig erinnern sie an das Aussehen aus Der Junge und das Biest. Die EuroSync GmbH in Berlin hat die deutsche Fassung sehr gut synchronisiert. Äußerst positiv ist mir die tiefe Stimme der Biestseele aufgefallen, die wunderbar zum Charakter passt. Die Dialoge sind allesamt sehr flüssig und auch gelungen. Eine wirklich sehr gute Leistung!

Fazit
Anfangs war ich ein wenig skeptisch, was den Verlauf der Story betrifft. Ich war mir unsicher, ob der Anime in Fanservice ausartet und die Geschichte etwas zu vorhersehbar ist. Allerdings war ich positiv überrascht, dass sich alles anders entwickelt hat, als ich es erwartet hatte. In der Geschichte treffen drei von ihrem Schicksal getriebene Wesen aufeinander, die im Moment nur die Suche nach einem Buch miteinander verbindet. Zero wirkt trotz ihrer ganzen Erfahrung und Stärke sehr unschuldig und ist der passende Gegenpol zu der Biestseele, die in ihrem Leben schon einiges ertragen musste. Gerade das Zusammenspiel zwischen diesen beiden Charakteren bringt eine Dynamik in die Serie, die bereits seit der ersten Episode spürbar ist. Mein Vorurteil, dass es sich bei Zero um einen eindimensionalen und langweiligen tsundere Charakter handelt, wurde komplett widerlegt. Schon in den ersten vier Episoden offenbart sich ein tiefgründiger Charakter, der sich weiterentwickelt und somit auch die Freundschaft zwischen dem weißen Tiger und der Hexe. Die Biestseele weiß, dass Zero unglaublich stark ist und trotzdem versucht er immer wieder sie zu beschützen, was das Band zwischen den beiden stärkt. Geschichten über Magie und Zauberei, Kämpfe zwischen Menschen und Hexen sind nicht neu, aber hier stehen die ausgezeichnet entwickelten Charaktere im Vordergrund. Ich bin sehr gespannt wie sich die Suche nach dem Grimoire von Zero noch entwickelt und auf wen die Gruppe noch treffen wird – egal ob Freund oder Feind. Einige Geschehnisse und Geheimnisse des Anime waren durchaus vorhersehbar, aber oftmals auch eine falsche Fährte. Ich hätte niemals gedacht, dass die Biestseele Holdem so extrem eng mit der Gruppe verbunden ist. Es ist eine positive Überraschung, denn ich hielt ihn einfach nur für den nervigen Antagonisten, der den Weg der Gruppe regelmäßig boykottiert. Dass der eigentliche Feind so stark ist, war dann auch unerwartet – Zero hat einen würdigen Gegner in dieser Volume. Meine anfängliche Skepsis gegenüber der Story ist spätestens nach dem Auftauchen von Dreizehn verflogen. Zwar ist Zero immer noch ein wenig stärker als Dreizehn, allerdings ist ihre Macht kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Es erheitert mich auch immer wieder, dass sich dieser Anime selbst nicht immer ernst nimmt und einen gesunden Anteil Parodie aufweist. Beispielsweise der Kampf zwischen Zero und Dreizehn. Statt den Kampf bis zum Ende auszutragen, sitzen sie alle gemeinsam am Tisch und essen. Dabei unterhalten sich Zero und Dreizehn nicht wie Feinde sondern eher wie Rivalen, die eine alte Freundschaft oder ein Familienband verbindet. Die Synchronisation ist in diesem Anime wirklich herausragend und Jörg Hengstler, den die meisten noch als Kogoro Mori aus Detektiv Conan kennen werden, verleiht dem oftmals launischen Söldner durchaus Charakter. Bei der dritten Volumen war ich dann doch etwas mehr überrascht, als ich selbst erwartet hätte, denn er verlief ganz nach dem Motto: „Viel Reden hilft viel“. Damit meine ich nicht, dass zu viele Gespräche geführt wurden, sondern der Anime plötzlich durch Kooperation zwischen Feinden auffällt. Plötzlich werden Gruppen zu verbündeten, bei welchen man es nie geahnt hätte. Dies macht die Geschichte in diesem Moment ungeahnt interessant. Primär ist mir in der dritten Volumen aufgefallen, dass der Anime von vielen Ideen aus anderen Werken lebt. Die Darstellung des Aufhebens von Seelenbündnissen oder einem magischen Pakt ähnelt der Art und Weise aus Natsume Yuujinchou. Das Ende des Anime hat etwas von Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“. Während ich zu diesem Anime diverse Review verfasst habe, wurde mir gesagt, dass er sich schlecht entwickle und das Ende merkwürdig sei. Dabei zeigt dieser Anime einfach nur die Irrationalität, die sich bei Glaubenskämpfen anstaut und frei wird. Ein wenig erinnert die Situation an die Kämpfe der Protestanten um ihre Glaubensfreiheit, an die Ketzerhinrichtungen und die Anklagen wegen Häresie. Unsere eigene Geschichte zeigt, dass sich die Einstellung zum Leben oder zu einer Glaubensrichtung ändern kann – entweder aus Eigennutz oder aus Überzeugung. Die Ambivalenz der Charaktere ist durchaus nachvollziehbar, denn ihr primärer Antrieb war Eigennutz und nicht Überzeugung. 13 wollte Zero auf seine Seite ziehen, komme, was wolle. Albus wollte den Fußstapfen seiner Großmutter folgen, komme, was wolle. Zero wollte das Grimoire zurück, komme, was wolle. Niemand war einer inneren Überzeugung und das Ende des Anime war die logische Konsequenz daraus. Für mich war das Ende nicht schlecht, sondern völlig richtig und ich fand es gut, dass sie die Charaktere ein letztes mal noch so verändert haben. Auch nach den letzten Episoden kann ich diesen Anime noch empfehlen!

verfasst am 24.09.2018 von SunFish
Bewertung

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