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Grand Theft Auto: San Andreas (PC)
Grand Theft Auto: San Andreas
Titel Grand Theft Auto: San Andreas (Deutsch)
Grand Theft Auto: San Andreas (Englisch)
Entwickler Rockstar
Veröffentlichung Vereinigte Staaten 07.06.2005 von Rockstar
Deutschland 10.06.2005 von Rockstar
Frankreich 10.06.2005 von Rockstar
Genres Action-Adventure
Modus Einzelspieler und Mehrspieler
Andere Systeme Grand Theft Auto: San Andreas (2004 PS2)
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
USK
PEGI 18
PEGI
Mature 17+
ESRB
CERO Z
CERO
Grand Theft Auto: San Andreas PC Review
Ganze fünf Jahre hat Rockstars Geniestreich Grand Theft Auto San Andreas mittlerweile auf dem Buckel. Und noch immer zählt es bei vielen Spielern zu den absoluten Highlights der Videospielgeschichte. Warum dies so ist und ob es sich auch heute noch lohnt, diesen alten Schinken für 10 Euro aus dem örtlichen Elektronikfachhandel zu holen, erfahrt ihr in meinem Review.

Wir schreiben das Jahr 1987. In der fiktiven US-Metropole Los Santos beherrschen Gangs die Straßen und terrorisieren die Bürger mit Drogenhandel, Drive-Bys und Straßenschlachten. Für Carl Johnson, genannt CJ, wird es zu heiß, und er entscheidet sich, nach Liberty City zu ziehen und dort ein neues Leben anzufangen. Doch nun, fünf Jahre später, im Jahre 1992, wird CJs Mutter ermordet und er muss wohl oder übel zurück in die Heimat, um sie zu beerdigen. Kaum kommt er dort an, überrumpeln ihn all die alten Erinnerungen an die frühere Zeit: Er wird direkt von seinem alten „Freund“ Officer Tenpenny (genial synchronisiert von Samuel L. Jackson) aus seinem Taxi vom Flughafen zu seinem Elternhaus in der Grove Street entführt, der ihm den Mord an Officer Pindelbury anhängen will, der kurz nach CJs Ankunft in der Stadt auf der Straße erschossen wurde. Natürlich ist CJ unschuldig und leugnet die Tat. Genervt von CJs mangelnder Kooperation schmeißt ihn Tenpenny kurzerhand im Territorium der Front Yard Ballas, den Erzfeinden von CJs Gang, den Grove Street Families, aus dem Streifenwagen und droht ihm. Er habe ihn in seiner Gewalt und würde ihn finden, wenn er es wollte.


Gigantischer Sandkasten

Hier beginnt die Handlung von San Andreas. Ihr übernehmt die Rolle von CJ, dessen Durst auf Rache ihn durch die gesamte Spielwelt führt. Diesmal hat sich Rockstar selbst übertroffen: statt einer einfachen Stadt, in der sich der Protagonist nach Herzenslust austoben kann, gilt es nun den ganzen fiktiven Kleinstaat San Andreas unsicher zu machen. Dieser ist den realen US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada nachempfunden und besteht aus den drei Städten Los Santos (Los Angeles), San Fierro (San Francisco) und Las Venturas (Las Vegas), die allesamt durch Highways durch, zwar grafisch unhübsche, aber trotzdem auf ihre Weise wunderschöne Landschaften, wie einem grünen Gebirge und sogar einer Wüste, miteinander verbunden sind. Damit die Gebiete nicht total leer und langweilig sind, haben die Entwickler zwischen drin einige kleinere Dörfer eingebaut, in denen es ebenfalls einiges zu tun gibt. Serientypisch ist die komplette Welt natürlich frei begeh- und befahrbar. Wem CJ zu Fuß zu langsam unterwegs ist, der „leiht“ sich kurzerhand einen fahrbaren Untersatz bei einem der zahlreichen Zivilisten aus, die ständig und nahezu überall durch die Gegend fahren. In den Fahrzeugen gibt es auch in diesem Teil der Serie wieder einige Radiostationen, die von Country über Hip-Hop und Techno bis hin zu Alternative Rock sämtliche Genres abdecken. Die Tracks sind dabei sehr gut ausgewählt, Moderatoren gestalten das Programm glaubwürdig und es gibt zwischendurch sogar Werbung, die typische amerikanische Produkte großartig parodiert. So macht rumcruisen Spaß! Anders als noch im Vorgänger Vice City sind nun außerdem keine Ladezeiten zwischen den drei Städten mehr notwendig. Alles läuft komplett ohne Nachzuladen – und dafür auf der PlayStation 2 erstaunlich flüssig.


Reichlich viel Umfang

Um die ganze Welt erkunden zu dürfen, müsst ihr jedoch bestimmte Missionen innerhalb der Geschichte des Spiels erfüllen. Diese sind in San Andreas, GTA-untypisch, sehr abwechslungsreich gestaltet. Mal müsst ihr mit euren Gang-Mitgliedern durch das feindliche Gebiet fahren und Graffitis sprühen, an anderer Stelle sollt ihr den Vorarbeiter einer nahe gelegenen Baustelle mitsamt seines Klos in eine Grube schmeißen und diese mit Beton zuschütten, weil er eure Schwester beschimpft hat. Und wiederum an anderer Stelle müsst ihr mit Vollgas durch die Stadt rasen, mit einem Kerl auf der Windschutzscheibe festgebunden, der einem Verbrechersyndikat angehört. Neben den 121 Story-Missionen gibt es zusätzlich auch noch unzählige Nebenaufträge zu erledigen, darunter zum Beispiel die komplette Planung und Ausführung eines Casinoüberfalles. All diese Aufträge erhaltet ihr von den zahlreichen Kontakten, die ihr während des Spielverlaufs kennenlernt. Auch diese könnten kaum unterschiedlicher sein. Da wäre zum Einen Woozie, der trotz seiner Blindheit recht erfolgreich an illegalen Straßenrennen teilnimmt, oder der paranoide Modellbauhändler Zero, der ständig Angst hat, von einem gewissen Berkley überfallen zu werden, oder aber auch der schmierige Zuhälter Jizzy B., der ganz offensichtlich dem Rapper P. Diddy nachempfunden ist. Jeder Charakter in San Andreas besitzt seine ganz eigene Persönlichkeit, hat Stärken und Schwächen und macht sich beim Spieler mehr oder weniger beliebt. Diese unglaubliche Vielfalt ist typisch für ein Spiel aus der GTA-Serie und macht die Spiele allesamt zu etwas ganz besonderem.


Territorialansprüche

Neben der für die Serie ungewöhnlichen Abwechslung bei den Aufträgen gibt es in San Andreas eine weitere wichtige Neuerung: die Territorien. Hat man die Storyline bis zu einem bestimmten Punkt durchgespielt, kann man für seine Gang die einzelnen Gebiete in Los Santos zurückerobern und somit die Straßen unter seine Kontrolle bringen. Um einen Bandenkrieg anzuzetteln muss man sich lediglich in ein Gebiet begeben und einige feindliche Gangmitglieder ausschalten. Das ruft dann den Rest der Gang auf den Plan: In drei Runden gilt es, alle Feinde zu töten, die versuchen, ihr Gebiet zu verteidigen. Ist das geschafft, gehört das Viertel nun zum Territorium der Grove Street Families und es laufen dort Gangmitglieder herum, die man rekrutieren kann, um mit ihnen weitere Gebiete unter seine Kontrolle zu bekommen. Auf der Karte der Stadt kann man sehen, welche Gebiete noch nicht zum persönlichen Besitz gehören. Grüne Gebiete gehören den Grove Street Families, lilafarbene den Ballas und gelbe den Vagos. Außer Gebiete erobern gilt es außerdem noch 100 feindliche Graffitis zu übersprühen, die in ganz Los Santos verteilt sind. Hat man diese mehr oder weniger schwierig zu findenden Wandverzierungen allesamt mit dem eigenen Logo verschönert, wartet eine Belohnung in CJs Elternhaus auf einen – eine gelungene und spaßige Art, den Spieler auf Dauer zu Motivieren.


SIMS-Anleihen

Anders als in den Vorgängern kann und muss man sich in San Andreas gewissermaßen fit halten. So muss man regelmäßig essen, da CJ sonst auf Dauer verhungert. Dazu stehen einem einige Fast-Food Restaurants zur Verfügung, in denen man sich gehörig den Bauch vollschlagen kann. Isst man aber zu viel auf einmal, muss sich CJ übergeben – man darf es also nicht übertreiben. Wer außerdem am Tag zehn Mal in den örtlichen Burger-Laden rennt und sich dort immer das teuerste Menü reinhaut, wird schnell fett, kann nicht mehr so lange sprinten und baut schneller Muskelmasse ab. Diese kann man in Fitnesscentern trainieren, von denen es in jeder der großen Städte jeweils eins gibt. Man erhält sie aber auch, indem man sich einfach sprintend durch die Spielwelt bewegt. Erstere Methode ist allerdings weniger zeitaufwändig.


Fazit

Auch nach fünf Jahren ist Grand Theft Auto: San Andreas immer noch sehr lohnenswert und macht noch immer eine Menge Spaß! Auf dem PC gibt es zudem zahlreiche Modifikationen, die das ohnehin schon gigantische Spielerlebnis noch weiter verbessern! Wer sich also gerade fragt, was er mit den zehn Euro in seiner Tasche anfangen soll, der kann sich sogleich zum nächsten Videospielgeschäft begeben und fügt dieses grandiose Stück Videospielgeschichte zu seiner Sammlung hinzu.

verfasst am 10.08.2010 von Butters
Bewertung

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