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ForumNewsHayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 03.02.2014 - 19:21

Level 9 Administrator
Der gefeierte Regisseur Hayao Miyazaki gab in einem kürzlichen TV Interview eine Aussage über sein Denken zur Anime-Industrie ab. Laut dem vor einer Weile in den Ruhestand getretenen Miyazaki leiden neuere Anime Produktionen darunter, dass ein Großteil der involvierten Mitarbeiter selbst Otaku (= "Anime-Freaks") seien, "die kaum Zeit damit verbringen würden, echte Menschen zu beobachten" und sind "Menschen, die es nicht ausstehen können, andere Menschen anzusehen". Laut Miyazakis Aussage könnte man nur dann Menschen richtig animieren, wenn man diese auch ausgiebig beobachtet hätte. Dies sei etwas, dass der Industrie heutzutage fehle, da sie "voll von Otaku" sei.

Zu den bekanntesten Werken von Hayao Miyazaki gehören unter anderem Das wandelnde Schloss, Mein Nachbar Totoro und Prinzessin Mononoke. Er ist auch bekannt dafür, kein Blatt vor dem Mund zu nehmen, wenn es darum geht, seine Meinung auszudrücken.

Kurze Anmerkung: Vermutlich bezeichnet Miyazakis Aussage nicht direkt Anime-Fans an sich, sondern wirklich extreme Fans, deren Leben hauptsächlich oder eben nur aus Anime/Manga und kaum sozialer Aktivitäten mit Freunden und Familie besteht und eben teilweise ein falsches Bild vom tatsächlichen Verhalten der Menschen haben.

Quelle: ANN
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 03.02.2014 - 23:43
Babo Ren

Level 0 Mitglied
--- Achtung der Beitrag enthält unnötig viel negative Kritik ---

Kurze Anmerkung: Vermutlich bezeichnet Miyazakis Aussage nicht direkt Anime-Fans an sich, sondern wirklich extreme Fans, deren Leben hauptsächlich oder eben nur aus Anime/Manga und kaum sozialer Aktivitäten mit Freunden und Familie besteht.

Es ist ziemlich merkwürdig, dass bei uns im Westen viele gar nicht wissen, was ein Otaku eigentlich ist. Heutzutage betitelt sich gerne jeder mal als Otaku, der ein paar Anime geguckt hat; wer ein Otaku ist, ist kein "einfacher" Anime-Fan. Der Terminus Otaku ist in Japan eine große Beleidigung.

Laut dem vor einer Weile in den Ruhestand getretenen Miyazaki leiden neuere Anime Produktionen darunter, dass ein Großteil der involvierten Mitarbeiter selbst Otaku (= "Anime-Freaks") seien, "die kaum Zeit damit verbringen würden, echte Menschen zu beobachten" und sind "Menschen, die es nicht ausstehen können, andere Menschen anzusehen". Laut Miyazakis Aussage könnte man nur dann Menschen richtig animieren, wenn man diese auch ausgiebig beobachtet hätte. Dies sei etwas, dass der Industrie heutzutage fehle, da sie "voll von Otaku" sei.

Auch, wenn es sich anhört, als würde es sich rein um die Animation der Charaktere drehen, sehe ich persönlich hier eine etwas tiefere Botschaft. Personen zu beobachten bedeutet zum einen die Anatomie zu studieren. Es ist wichtig zu wissen, wie bestimmte Muskeln verlaufen und was die Eigenschaften einzelner Körper Typen sind, wie sich diese unterscheiden und man somit die besonderen Eigenschaften feststellen kann, die uns alle zu dem machen, was wir sind.

Zum anderen heißt das Beobachten von Menschen allerdings auch ihre Verhaltensweisen und Persönlichkeiten zu studieren. Und ich denke hier liegt der Hund begraben; die Ghibli Charaktere unterscheiden sich enorm von den "modernen" Anime Charakteren. Mit den Charakteren aus den Ghiblifilmen kann sich bestimmt fast jeder identifizieren, denn sie wirken in jeder Hinsicht menschlich (was natürlich für die Qualität der Filme spricht).

Was mich als (ehemaligen) Anime-Fan sehr lange Zeit traurig gemacht hat war, dass eben diese Qualität mit der Zeit stark zurück ging. Viele Serien, die andere Personen super fanden, konnte ich einfach nicht mehr genießen. Der "Moe" Aspekt schien immer wichtiger zu werden und mal ehrlich? Ich verstehe es ganz und gar nicht. Ist es wirklich das, was die Fans heutzutage sehen wollen? Ist es vielleicht mein Geschmack der abgestumpft, taub oder einfach veraltet ist? Ich weiß es nicht.
Ich mochte an Serien immer Charaktere mit denen man sich identifizieren konnte, die man verstehen konnte. Aber (unter anderem) bei K-ON war dies nicht der Fall. Ich konnte natürlich über vieles Lachen, aber nach 'ner Weile wurde es einfach nur stumpf und langweilig - ich musste mich bis zur letzten Folge durchschlagen (wenns nach mir ginge, hätten wir mittendrin aufhören können). Das Geräusch von künstlichen, quietschenden Mädchen kommt, dank K-ON, bei mir gleich neben dem Geräusch von kratzenden Fingernägeln auf der Tafel. Die Bewegungen waren unnatürlich, die Charaktere waren unnatürlich; ich weigere mich sogar so etwas als "süß" zu bezeichnen. Wenn das heutzutage wirklich "süß" ist, dann ziehe ich für immer in den Nordpol.
Auch wenn K-ON einer meiner Lieblingsopfer ist, gibt es natürlich noch weitaus schlimmere Beispiele:

Hyouka Oder auch: "Was los mit dieser Chitanda?"
Vielen dank Kyōto Animation, für einen weiteren hirnlosen Charakter, der nur wegen Moe existiert. Auch, wenn sie am Anfang vielversprechend war, entpuppte sie sich als strohdumm.

Wo wir gerade bei Kyōto Animation sind gehe ich mal rüber zu...

Free!
Ich kann hier ehrlich gesagt nicht viel über die Charaktere meckern, denn genau wie K-ON sind sie einfach nur etwas flach und eintönig, aber sonst in Ordnung. Da es eher in Richtung Fanservice ging war die Geschichte auch nicht sonderlich tief. Ich habe mir schadenfroh ins Fäustchen gelacht, als sich die ganzen Typen über diesen Anime aufgeregt haben, aber leider muss ich sagen, dass Free! nicht in meine Sammlung kommt.

Boku wa Tomodachi ga Sukunai Wo soll ich da nur anfangen?
Der Kampf zwischen Yozora und Sena war ziemlich absurd. Ich mag beide Charaktere; besonders Yozora hat mich in der letzten Folge echt überrascht. Aber hier hätten wir paar Aspekte die mich wirklich ziemlich stutzig gemacht haben:
Aus Neid auf Senas großer Oberweite hat Yozora ihr den Spitznamen Fleisch(klumpen?) gegeben. Eww!! Davon abgesehen, dass es einfach nur klischeehaft ist; wieso ist es in Anime eigentlich so beliebt, dass Mädchen/Frauen neidisch auf ihre vollbusigen Freundinnen/Rivalen sind? Ziemlich geschmacklos und realitätsfern meiner Meinung nach... aber das Kranke habe ich ja noch gar nicht erwähnt; Sena mag den Spitznamen insgeheim auch noch und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Es ist verdammt klischeehaft, dass vollbusige Frauen/Mädchen auf irgendeine Weise sexuell belästigt werden müssen. Meine Güte, Sena steh auf und hau Yozora eine rein, aber lass es dir doch nicht gefallen. Nein, es ist noch schlimmer; oftmals erregte es sie sogar....
An ihrer Stelle hätte ich jeden Kontakt zu Yozora abgebrochen und wäre wütend/traurig. Aber nicht erregt. Bin ich die einzige, die hier irgendwie stutzig wird?

Was mich aber wirklich wütend gemacht hat war, wie die zwei jüngsten Charaktere (Kobato und Maria) oft dargestellt werden. Selbst junge Charaktere werden von sexuellen Fantasien nicht verschont.

(By the way: Wieso scheinen bei Harem Anime eigentlich nur der männliche Hauptcharakter etwas Verstand zu besitzen?)

Und dann wandern wir herüber zum Loli und Shota Thema.
Muss das wirklich heutzutage als "normal" gelten? Muss es das? Mir ist durchaus bewusst, dass es nur gezeichnete Charaktere sind und es spricht nichts dagegen auf "Flatties" und unschuldige Mädchen zu stehen. Aber all das vereint in einem (bis zu) 12-jährigen Mädchen im Bikini geht einfach zu weit. Es ist oft kein Wunder, dass Außenstehende sich nicht zu uns Anime-Fans trauen; Lolicons sind für sie Pädophile. (Ich frage mich nur warum....?) Content

Die ganzen Anime heutzutage scheinen immer trashiger zu werden. Oder kann sich einer wirklich mit einem der zwei Mädchen identifizieren, die sich in ihren Lieben Onii-chan verlieben und sich an seine Weichteile schmeißen wollen? Ich bezweifel es. Inzest, Loli/Shotacon und Animecharaktere die krampfhaft süß sein wollen; All das hält viele Leute davon ab Anime zu schauen oder zumindest zu akzeptieren. Mich wundert die Feindseeligkeit gar nicht mehr. Viele verbinden Anime nur mit seinen negativen Seiten, obwohl es so viele tolle und sehenswerte Serien gibt.

Wenn die Mitarbeiter in der Anime-Industrie bald wirklich nur noch aus Otaku bestehen und der Markt nur noch von so etwas zugemüllt wird, dann sehe ich für die restlichen Fans wirklich schwarz. Versteht mich nicht falsch; diese Art von Anime kann unterhaltsam sein. Sie kann zum Lachen bringen, genauso ist sie es wert ein Lieblingsanime einer Person zu sein. Aber ist es wirklich noch lustig, wenn fast jeder Anime in die Richtung geht? Ich denke nicht.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 02:06
Gelöscht #5

Es ist ziemlich merkwürdig, dass bei uns im Westen viele gar nicht wissen, was ein Otaku eigentlich ist. Heutzutage betitelt sich gerne jeder mal als Otaku, der ein paar Anime geguckt hat; wer ein Otaku ist, ist kein "einfacher" Anime-Fan. Der Terminus Otaku ist in Japan eine große Beleidigung.
Ja, daran musste ich letztens erst wieder denken. Andere Länder, andere Sitten und gerade weil das Wort Otaku bei uns niemand kennt der a) nicht direkt oder indirekt etwas damit zu tun hat und b) es hierzulande nicht negativ bewertet ist, nimmt man es eben als Bezeichnung. Finde daran ehrlich gesagt auch nichts verwerfliches, wo doch auch das Kreuz vor Christus ein Schandsymbol oder zumindest nevativ war - natürlich ist das nicht zu vergleichen.

Laut Miyazakis Aussage könnte man nur dann Menschen richtig animieren, wenn man diese auch ausgiebig beobachtet hätte. Dies sei etwas, dass der Industrie heutzutage fehle, da sie "voll von Otaku" sei.
Einerseits hat der gute Mann damit wohl recht, andererseits eben nicht. Wenn man ehrlich ist, dann haben Anime und Mana ihr eigenes Universum. Die Charaktere sind meistens überdreht, bekloppt oder haben sonst einen Schaden und das haben sie, soweit ich mich zurück erinnern kann, schon immer gehabt – zumindest in Anime- und Mangaserien. Kinofilme haben für mich, sofern sie nicht an die Serien angelehnt sind, einen anderen Standard. Dementsprechend finde ich das man hier ein wenig differenzieren sollte.

Das sich die Charaktere nicht wie richtige Menschen verhalten und ein wenig anders sind, dass war meiner Meinung nach doch das was sie ausgemacht haben. Z.B. in „Deaht Note“ verhält sich L auch nicht wie ein normaler Mensch. Er sitzt und verhält sich komisch und genau das macht ihn besonders.


--- Achtung der Beitrag enthält unnötig viel negative Kritik ---
Musste ich auch feststellen, aber ich fand es ganz interessant mal die Meinung eines weibliches Zuschauers zu hören. *g*


Hyouka Oder auch: "Was los mit dieser Chitanda?"
Vielen dank Kyōto Animation, für einen weiteren hirnlosen Charakter, der nur wegen Moe existiert. Auch, wenn sie am Anfang vielversprechend war, entpuppte sie sich als strohdumm.
Um ehrlich zu sein: ich habe Chitanda nie als „Moe-Charakter“ empfunden. Nichtsdestotrotz kann ich verstehen das sie ein wenig dümmlich wirkt. Sie lässt sich alles erklären, hat immer diesen einen stumpfen Satz und kommt von allein auf fast nichts selbst.


Boku wa Tomodachi ga Sukunai Wo soll ich da nur anfangen?
Der Kampf zwischen Yozora und Sena war ziemlich absurd. Ich mag beide Charaktere; besonders Yozora hat mich in der letzten Folge echt überrascht. Aber hier hätten wir paar Aspekte die mich wirklich ziemlich stutzig gemacht haben:
Aus Neid auf Senas großer Oberweite hat Yozora ihr den Spitznamen Fleisch(klumpen?) gegeben. Eww!! Davon abgesehen, dass es einfach nur klischeehaft ist; wieso ist es in Anime eigentlich so beliebt, dass Mädchen/Frauen neidisch auf ihre vollbusigen Freundinnen/Rivalen sind? Ziemlich geschmacklos und realitätsfern meiner Meinung nach... aber das Kranke habe ich ja noch gar nicht erwähnt; Sena mag den Spitznamen insgeheim auch noch und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Es ist verdammt klischeehaft, dass vollbusige Frauen/Mädchen auf irgendeine Weise sexuell belästigt werden müssen. Meine Güte, Sena steh auf und hau Yozora eine rein, aber lass es dir doch nicht gefallen. Nein, es ist noch schlimmer; oftmals erregte es sie sogar....
An ihrer Stelle hätte ich jeden Kontakt zu Yozora abgebrochen und wäre wütend/traurig. Aber nicht erregt. Bin ich die einzige, die hier irgendwie stutzig wird?
Es ist eben ein Ecchi-Anime. Wer das nicht mag, der sollte sich davon fern halten, immerhin beschwere ich mich auch nicht über Yaoi Szenen in einem solchen Anime. Aber allgemein macht es doch gerade den Anime aus, das man 5 verrückte und anitsoziale Menschen zusammenwirft - es ist doch praktisch der Grundsatz. Wären sie normal, dann hätten sie Freunde.

Yozora ist eben ein kleiner Sadist und Sena eine Masochist, auch wenn sie es im Anime nicht zugeben will oder mag.


Was mich aber wirklich wütend gemacht hat war, wie die zwei jüngsten Charaktere (Kobato und Maria) oft dargestellt werden. Selbst junge Charaktere werden von sexuellen Fantasien nicht verschont.
Um ehrlich zu sein: ich habe damit überhaupt kein Problem. Es sind eben nur gezeichnete Figuren. Was genau soll daran schlimm sein?

(By the way: Wieso scheinen bei Harem Anime eigentlich nur der männliche Hauptcharakter etwas Verstand zu besitzen?)
Aus dem gleichen Grund weshalb weiblichen Charakteren mehr Schutz geboten wird, desto weniger Rüstung sie anhaben: weil Anime immernoch eine große Männerdomäne ist. Deshalb gibt es auch viele Ecchi Anime, deshalb sind die Frauen auch oft hohl in der Brine, weil es leichter umzusetzen ist.

Und dann wandern wir herüber zum Loli und Shota Thema.
Muss das wirklich heutzutage als "normal" gelten? Muss es das? Mir ist durchaus bewusst, dass es nur gezeichnete Charaktere sind und es spricht nichts dagegen auf "Flatties" und unschuldige Mädchen zu stehen. Aber all das vereint in einem (bis zu) 12-jährigen Mädchen im Bikini geht einfach zu weit. Es ist oft kein Wunder, dass Außenstehende sich nicht zu uns Anime-Fans trauen; Lolicons sind für sie Pädophile. (Ich frage mich nur warum....?) Content
Gut, nach der Deffinition sind alle Spieler von Spielen in denen man töten soll Mörder. Warum soll sowas nicht normal sein. In Anime hört man oft von Charakteren das sie auf 2D Frauen stehen und das tun auch Leute in echt und das meist aus gutem Grund: weil sie anders sind. Schon allein optisch unterscheidet sich eine Anime Figur von einem echten Menschen, zwar nicht unmittelbar, aber die Unterschiede sind da.


Mein Fazit lautet also: Anime und Manga haben ihre eigene Welt, so auch die Leute die diese schauen. Entweder man findet es gut oder man findet es schlecht, aber wieso sollte man sich ändern, nur um anderen zu gefallen?
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 02:32
Babo Ren

Level 0 Mitglied
Ja, daran musste ich letztens erst wieder denken. Andere Länder, andere Sitten und gerade weil das Wort Otaku bei uns niemand kennt der a) nicht direkt oder indirekt etwas damit zu tun hat und b) es hierzulande nicht negativ bewertet ist, nimmt man es eben als Bezeichnung. Finde daran ehrlich gesagt auch nichts verwerfliches, wo doch auch das Kreuz vor Christus ein Schandsymbol oder zumindest nevativ war - natürlich ist das nicht zu vergleichen.
Myazaki ist schon ziemlich alt, daher wird der Begriff für ihn als sturer, alter Opa wohl noch immer eine Beleidigung bleiben.

Einerseits hat der gute Mann damit wohl recht, andererseits eben nicht. Wenn man ehrlich ist, dann haben Anime und Mana ihr eigenes Universum. Die Charaktere sind meistens überdreht, bekloppt oder haben sonst einen Schaden und das haben sie, soweit ich mich zurück erinnern kann, schon immer gehabt – zumindest in Anime- und Mangaserien. Kinofilme haben für mich, sofern sie nicht an die Serien angelehnt sind, einen anderen Standard. Dementsprechend finde ich das man hier ein wenig differenzieren sollte.

Das sich die Charaktere nicht wie richtige Menschen verhalten und ein wenig anders sind, dass war meiner Meinung nach doch das was sie ausgemacht haben. Z.B. in „Deaht Note“ verhält sich L auch nicht wie ein normaler Mensch. Er sitzt und verhält sich komisch und genau das macht ihn besonders.
Ja und Nein. Natürlich sind Anime immer ziemlich überdreht, vor allem, wenn es ich Richtung Comedy geht, jedoch gibt es auch wiederum Serien, die etwas ernstere Themen haben. Record of Lodoss War ist ein Anime mit ziemlich witzigen Charakteren, jedoch hatten diese auch ernste Seiten und man konnte sich mit ihnen sympathisieren. Mit Usagi aus Sailor Moon können sich zum Teil 25-jährige Frauen identifizieren, obwohl die Protagonistin selber auch ziemlich überdreht ist.

Es ist eben ein Ecchi-Anime. Wer das nicht mag, der sollte sich davon fern halten, immerhin beschwere ich mich auch nicht über Yaoi Szenen in einem solchen Anime. Aber allgemein macht es doch gerade den Anime aus, das man 5 verrückte und anitsoziale Menschen zusammenwirft - es ist doch praktisch der Grundsatz. Wären sie normal, dann hätten sie Freunde.

Yozora ist eben ein kleiner Sadist und Sena eine Masochist, auch wenn sie es im Anime nicht zugeben will oder mag.
Hätte ich den Ecchi Part kritisiert, hätte ich andere Beispiele genommen. Mir ging es darum, dass man die Reaktionen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen konnte. Ebenso hatten sie - soweit ich mich erinnere - andere Macken. Zum Beispiel war Sena süchtig nach Videospielen und Yozora war eine antisoziale Person mit einem unsichtbaren Freund - ihre sexuellen Vorlieben hatten vorerst nichts damit zutun.

Um ehrlich zu sein: ich habe damit überhaupt kein Problem. Es sind eben nur gezeichnete Figuren. Was genau soll daran schlimm sein?
Gut, nach der Deffinition sind alle Spieler von Spielen in denen man töten soll Mörder. Warum soll sowas nicht normal sein. In Anime hört man oft von Charakteren das sie auf 2D Frauen stehen und das tun auch Leute in echt und das meist aus gutem Grund: weil sie anders sind. Schon allein optisch unterscheidet sich eine Anime Figur von einem echten Menschen, zwar nicht unmittelbar, aber die Unterschiede sind da.
Jeder kann mögen, was er will, aber Leute müssen sich nicht wundern, dass sie für ihre Fetische ein paar Ohrfeigen bekommen. Für Außenstehende sind es nun mal Pädos und der Gedanke daran, dass sie eigentlich fast Kinder sind ist schon bisschen eigenartig. Ich kann sehr gut verstehen, dass Leute Anime deshalb abstoßend finden.

Mein Fazit lautet also: Anime und Manga haben ihre eigene Welt, so auch die Leute die diese schauen. Entweder man findet es gut oder man findet es schlecht, aber wieso sollte man sich ändern, nur um anderen zu gefallen?
Es kann eben anders sein und es gibt genug gute Serien, die das bestätigen.


Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 02:51
Gelöscht #5

Hätte ich den Ecchi Part kritisiert, hätte ich andere Beispiele genommen. Mir ging es darum, dass man die Reaktionen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen konnte. Ebenso hatten sie - soweit ich mich erinnere - andere Macken. Zum Beispiel war Sena süchtig nach Videospielen und Yozora war eine antisoziale Person mit einem unsichtbaren Freund - ihre sexuellen Vorlieben hatten vorerst nichts damit zutun.
Ja, aber von dem kam in deiner Rede kein Stück drin vor. Du gingst voll und ganz auf den, und das ist es nun mal, Ecchi Aspekt der Serie ein, der dir missfallen hat:
Aus Neid auf Senas großer Oberweite hat Yozora ihr den Spitznamen Fleisch(klumpen?) gegeben. Eww!! Davon abgesehen, dass es einfach nur klischeehaft ist; wieso ist es in Anime eigentlich so beliebt, dass Mädchen/Frauen neidisch auf ihre vollbusigen Freundinnen/Rivalen sind? Ziemlich geschmacklos und realitätsfern meiner Meinung nach... aber das Kranke habe ich ja noch gar nicht erwähnt; Sena mag den Spitznamen insgeheim auch noch und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Es ist verdammt klischeehaft, dass vollbusige Frauen/Mädchen auf irgendeine Weise sexuell belästigt werden müssen.



Ja und Nein. Natürlich sind Anime immer ziemlich überdreht, vor allem, wenn es ich Richtung Comedy geht, jedoch gibt es auch wiederum Serien, die etwas ernstere Themen haben. Record of Lodoss War ist ein Anime mit ziemlich witzigen Charakteren, jedoch hatten diese auch ernste Seiten und man konnte sich mit ihnen sympathisieren. Mit Usagi aus Sailor Moon können sich zum Teil 25-jährige Frauen identifizieren, obwohl die Protagonistin selber auch ziemlich überdreht ist.
Du sagst es doch selbst: es gibt solche und solche Anime. Nur weil du lieber das andere hättest sollen sich alle ändern? Es kommt eben ein wenig so rüber, als wäre das was du besser findest generell auch besser und sollte dementsprechend öfters kommen. Wenn es wirklich so schlecht / blöde wäre, dann würde sich das von ganz allein ändern = weniger Zuschauer, weils blöd ist. Wir sind aber an diesem Punkt, nicht weil die angebliche "Qualität" (wer bestimmt überhaupt was qualitativ hochwertig ist und was nicht?) sinkt, sondern weil die Leute das gut finden und sowas anscheinend sehen wollen, sonsten würden wie schon gesagt die Einschaltquoten in den Keller fallen / das Zeugs nicht gekauft werden.

Jeder kann mögen, was er will, aber Leute müssen sich nicht wundern, dass sie für ihre Fetische ein paar Ohrfeigen bekommen. Für Außenstehende sind es nun mal Pädos und der Gedanke daran, dass sie eigentlich fast Kinder sind ist schon bisschen eigenartig. Ich kann sehr gut verstehen, dass Leute Anime deshalb abstoßend finden.
Im Grunde sagt das doch nur wieder aus, das man aufgrund des Unwissens, der Vorurteil und des mangelnden Verständnisses anderer zu leiden hat und das das auch richtig so ist.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 03:17
Babo Ren

Level 0 Mitglied
Hätte ich den Ecchi Part kritisiert, hätte ich andere Beispiele genommen. Mir ging es darum, dass man die Reaktionen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen konnte. Ebenso hatten sie - soweit ich mich erinnere - andere Macken. Zum Beispiel war Sena süchtig nach Videospielen und Yozora war eine antisoziale Person mit einem unsichtbaren Freund - ihre sexuellen Vorlieben hatten vorerst nichts damit zutun.
Ja, aber von dem kam in deiner Rede kein Stück drin vor. Du gingst voll und ganz auf den, und das ist es nun mal, Ecchi Aspekt der Serie ein, der dir missfallen hat:
Aus Neid auf Senas großer Oberweite hat Yozora ihr den Spitznamen Fleisch(klumpen?) gegeben. Eww!! Davon abgesehen, dass es einfach nur klischeehaft ist; wieso ist es in Anime eigentlich so beliebt, dass Mädchen/Frauen neidisch auf ihre vollbusigen Freundinnen/Rivalen sind? Ziemlich geschmacklos und realitätsfern meiner Meinung nach... aber das Kranke habe ich ja noch gar nicht erwähnt; Sena mag den Spitznamen insgeheim auch noch und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Es ist verdammt klischeehaft, dass vollbusige Frauen/Mädchen auf irgendeine Weise sexuell belästigt werden müssen.
Ich habe den Anime komplett geguckt, also ich kenne da schon schlimmere Ecchi Szenen, als dass Sena als "Fleischstück" beleidigt wird. xD Das was ich dort aufgeschrieben habe ist, dass es zwei Stereotypen sind, die immer und immer wieder benutzt wurden - gibt aber im Grunde viele ähnliche Fälle. And dann wieder nochmal: Habe ich mich darüber beschwert, dass sich beide sich ziemlich dämlich dazu verhalten, oder habe ich mich beschwert, dass es überhaupt reingenommen wurde? Lies bitte genauer nächstes mal.
Der wichtigste Teil war übrigens;
Es ist verdammt klischeehaft, dass vollbusige Frauen/Mädchen auf irgendeine Weise sexuell belästigt werden müssen. Meine Güte, Sena steh auf und hau Yozora eine rein, aber lass es dir doch nicht gefallen. Nein, es ist noch schlimmer; oftmals erregte es sie sogar....
An ihrer Stelle hätte ich jeden Kontakt zu Yozora abgebrochen und wäre wütend/traurig. Aber nicht erregt. Bin ich die einzige, die hier irgendwie stutzig wird?

Du sagst es doch selbst: es gibt solche und solche Anime. Nur weil du lieber das andere hättest sollen sich alle ändern? Es kommt eben ein wenig so rüber, als wäre das was du besser findest generell auch besser und sollte dementsprechend öfters kommen. Wenn es wirklich so schlecht / blöde wäre, dann würde sich das von ganz allein ändern = weniger Zuschauer, weils blöd ist. Wir sind aber an diesem Punkt, nicht weil die angebliche "Qualität" (wer bestimmt überhaupt was qualitativ hochwertig ist und was nicht?) sinkt, sondern weil die Leute das gut finden und sowas anscheinend sehen wollen, sonsten würden wie schon gesagt die Einschaltquoten in den Keller fallen / das Zeugs nicht gekauft werden.
Du hast recht, es scheint gut anzukommen und das ist sehr traurig. Das ist der selbe Grund, wieso wir in Deutschland so viele Harz IV Sendungen haben (Kann man dort von Qualität sprechen?). Deutschland will es ja so. q: Das Problem hierbei ist, dass die anderen Serien scheinbar immer seltener Produziert werden - oooooder sympatische Charaktere werden seltener reingebracht. Das wird den Ruf von Anime nur noch mehr runterziehen, was wirklich schade ist.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 04:29
Gelöscht #5

Ich habe den Anime komplett geguckt, also ich kenne da schon schlimmere Ecchi Szenen, als dass Sena als "Fleischstück" beleidigt wird. xD Das was ich dort aufgeschrieben habe ist, dass es zwei Stereotypen sind, die immer und immer wieder benutzt wurden - gibt aber im Grunde viele ähnliche Fälle. And dann wieder nochmal: Habe ich mich darüber beschwert, dass sich beide sich ziemlich dämlich dazu verhalten, oder habe ich mich beschwert, dass es überhaupt reingenommen wurde? Lies bitte genauer nächstes mal.
Der wichtigste Teil war übrigens;
Im Grunde genommen hast du dich darüber beschwert. Das die eine Fleisch heißt, aufgrund ihrer Brüste und du das hohl und dämlich findest das die eine ständig belästigt wird. Nun, auch wenn ich wohl jetzt sehr vielen Ecchi Fans widerspreche und sie mich bis aufs Blut hassen werden: das ist nun mal Ecchi. Ecchi war noch nie intelligent. Schon allein wenn man sieht wie die Frau / der Mann eine 180° Wendung macht, eine Flugbahnhinlegt für die man Superkräfte bräuchte und am Ende noch die unmöglichste Konstelation beider Personen zustande kommt, sodass der Ecchi Moment erst geboren wird.


Du hast recht, es scheint gut anzukommen und das ist sehr traurig. Das ist der selbe Grund, wieso wir in Deutschland so viele Harz IV Sendungen haben (Kann man dort von Qualität sprechen?). Deutschland will es ja so. q: Das Problem hierbei ist, dass die anderen Serien scheinbar immer seltener Produziert werden - oooooder sympatische Charaktere werden seltener reingebracht. Das wird den Ruf von Anime nur noch mehr runterziehen, was wirklich schade ist.
Ich sag mir immer: Fenrsehen soll unterhalten. Wenn ich was lernen will, dann gehe ich in die Schule, lese eine Anleitung oder sonst etwas wo auch Intelligenz vergeben wird. Aber so unsympathisch finde ich die Charaktere nicht, im Gegenteil viele davon mag ich sogar. ;)
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 14:23
Babo Ren

Level 0 Mitglied
Im Grunde genommen hast du dich darüber beschwert. Das die eine Fleisch heißt, aufgrund ihrer Brüste und du das hohl und dämlich findest das die eine ständig belästigt wird. Nun, auch wenn ich wohl jetzt sehr vielen Ecchi Fans widerspreche und sie mich bis aufs Blut hassen werden: das ist nun mal Ecchi. Ecchi war noch nie intelligent. Schon allein wenn man sieht wie die Frau / der Mann eine 180° Wendung macht, eine Flugbahnhinlegt für die man Superkräfte bräuchte und am Ende noch die unmöglichste Konstelation beider Personen zustande kommt, sodass der Ecchi Moment erst geboren wird.
Nope, es geht eben nicht um Senas Brüste oder Yozoras Beleidigung (oder um den Ecchi Part an sich), sondern darauf, wie sie auf die Situation reagiert - das würde niemand wirklich nachvollziehen können. So würde kein Mensch auf natürliche Art und Weise reagieren und es ist somit unmöglich sich in den Charakter hinein zuversetzen. Aber okay, ich schätze mal ich werde dich auf keinen Fall vom Ecchi Part wegbringen können... Uncertain

Ich sag mir immer: Fenrsehen soll unterhalten. Wenn ich was lernen will, dann gehe ich in die Schule, lese eine Anleitung oder sonst etwas wo auch Intelligenz vergeben wird. Aber so unsympathisch finde ich die Charaktere nicht, im Gegenteil viele davon mag ich sogar. ;)
Und inwieweit passt das zum Thema? Inwieweit soll man aus Anime lernen anstatt von der Schule? Ich spreche hier grundsätzlich von guter und nachvollziehbarer Charakterentwicklung.
Natürlich soll das Fernsehen unterhalten, aber solche Serien sind nicht für jeden unterhaltsam. Es ist einfach nur Fremdschämen pur. Solche Serien formen zum Teil unsere jetzige (und kommende) Gesellschaft; soll man ihnen wirklich diesen Apfelmus in den Kopf schaufeln? Sollen wir nicht lieber auf Anime hinarbeiten, die sowohl für Otaku, als auch normale Fans UND Außenstehende ansprechend sind?
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 04.02.2014 - 16:47
Gelöscht #5

Nope, es geht eben nicht um Senas Brüste oder Yozoras Beleidigung (oder um den Ecchi Part an sich), sondern darauf, wie sie auf die Situation reagiert - das würde niemand wirklich nachvollziehen können. So würde kein Mensch auf natürliche Art und Weise reagieren und es ist somit unmöglich sich in den Charakter hinein zuversetzen. Aber okay, ich schätze mal ich werde dich auf keinen Fall vom Ecchi Part wegbringen können... Uncertain
Einerseits ja, es macht keinen Sinn, aber das tat Ecchi eben noch nie. Ich habe ja bereits gesagt das die merkwürdigsten Situationen zustande kommen, nur damit dem Zuschauer Ecchi geboten wird - Dinge, die im echten Leben nie passieren würden und dazu zählen auch die Verhaltensweisen. Und wie bereits gesagt: die ganzen Charaktere in dem Anime sind überspitzt dargestellt, nicht nur die beiden. Der einzig relativ normale ist der männliche Hauptcharakter.

Und inwieweit passt das zum Thema? Inwieweit soll man aus Anime lernen anstatt von der Schule? Ich spreche hier grundsätzlich von guter und nachvollziehbarer Charakterentwicklung.
Um ehrlich zu sein, die suche ich in einem Ecchi / Comedy Anime nicht. In allen anderen Genres gerne, aber bei einem solchen Genre ist die Charakterentwicklung totele Nebensache meiner Meinung nach. Wobei auch die in dem Anime stattgefunden hat.

Natürlich soll das Fernsehen unterhalten, aber solche Serien sind nicht für jeden unterhaltsam. Es ist einfach nur Fremdschämen pur.
Du gehst hier wieder von deiner Meinung aus, das sie auf alle anderen Zuschauer zutreffen muss. Nein, ich fand den Anime recht unterhaltsam.

Sollen wir nicht lieber auf Anime hinarbeiten, die sowohl für Otaku, als auch normale Fans UND Außenstehende ansprechend sind?
Nein, wieso denn auch? Anime ist etwas besonderes, was sich von anderen Genres (?) abgrenzt und etwas eigenes bildet. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Damit schaffst du nur einen Einheitsmüll, denn ich wo anders auch bekommen könnte, nur nicht in Animegrafik. Anime und vorallem Otakus haben schon immer in ihrer eigenen Welt gelebt und das machte es auch aus.

Zuletzt bearbeitet von am 04.02.2014 - 16:49 - insgesamt 2x bearbeitet.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 04:00
Dr. cult. trol. SunFish

Level 10 Moderator
So ich möchte mich nun hier zu zwei Themen zu Wort melden. Erstens zum Off-Topic-Thema Ecchi und zweitens zum eigentlich Thema... mir tut es im übrigen nicht leid, dass ich mich unnötig kritisch äußere... denn Redefreiheit ftw! Endlich kann ich mal meine Meinung zum Ecchi-Genre sagen (yay!), das brennt mir schon lange auf der Seele.
Erstens:
Es gab eine Zeit, da hat jedes Anime-Genre einen Sinn erfüllt, auch Ecchi. Als Beispiel möchte ich Chobits anführen, irrelevant wie Anime/Manga ausgingen. Hier werden alle Bereiche des Genres Ecchi bedient, wie es damals anklang fand. Es bot Fanservice in Form eines sexuell anziehenden/attraktiven weiblichen Charakters, der in jeder Hinsicht völlig unbedarft war. Die Aufgabe des Charakters war es in erster Linie seine Naivität gegenüber der Gesellschaft und der Welt zum Ausdruck zu bringen. Es war nicht die Aufgabe Brüste und Hintern dem männlichen Charakter ins Gesicht oder auf das Gesäß zu drücken.
So viel vorerst dazu.
Zweitens:
Anime/Manga ist eine Kunstform wie jede andere und es ist seit Jahrtausenden gang und gäbe, dass (populäre) Kunst sich an der gegenwärtigen Gesellschaft orientiert. Das kann schon an der Höhlenmalerei gesehen werden, zieht sich hin bis ins Mittelalter, die Romantik und die Neuzeit. Auch heute spiegelt sich Kunst an der Gesellschaft wider. Wir leben in einer Gegenwart, die kontrolliert wird von Informationsflut, Konsumsucht und Oberflächlichkeit. Hier kommen wir zum wichtigsten Punkt. Mir ist nicht klar, ob Hayao Miyazaki sich für einen Künstler hält oder sich überhaupt für Kunst interessiert, doch er müsste wissen, dass in Anime/Manga die Situation der heutigen Gesellschaft dargestellt wird. Sie ist oberflächlich und lieber beschäftigen sich die Menschen mit der virtuellen Welt, als sich von der grausamen Realität konfrontieren zu lassen, nämlich dass die gegenwärtige Gesellschaft von Rücksichtslosigkeit und Ignoranz geprägt ist.
Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich mich von Anime/Manga fast gänzlich abgewandt habe, da sie mir einfach zu blöd geworden sind. Idioten sehe ich schon genug, wenn ich in die Uni gehe, da muss ich die wenige Zeit, die mir bleibt, nicht für qualitativ minderwertige Ware aufwenden. Ab und an gibt es dann wieder einen Lichtblick, da tauchen Anime auf, die aufmerksam produziert wurden (egal ob anatomisch oder storytechnisch).
Nun möchte ich an "Erstens" wieder anschließen. Betrachten wir doch mal, wie uns Produkte verkauft werden... meist unter dem Motto: Sex Sells. Jetzt werfen wir einen Blick auf die Anime/Manga-Sparte. Meiner Meinung nach ist Ecchi da kein Genre mehr, sondern eine Kategorie, die dem Zuschauer sagen soll: Achtung - es wackeln Brüste, Ärsche und evtl. andere Speckschwarten.
Dazu muss ich mir aber nicht 16 fast storylose Episoden mit dem Tiefgang einer Pfütze und Dauerschwabbeln ansehen, da würde auch ein GIF-Bildchen reichen (oder ich schaue mich paar Stunden im Spiegel an und hüpfe hin und her). Nichtsdestoweniger gibt es bestimmt (ein paar wenige) Ecchi-Ani/Ma mit Story und Qualität, aber anscheinend habe ich sie noch nicht gefunden. Wer seine Freude daran hat, soll sie behalten. Das ist mir Bratwurst, allerdings muss nicht jede geistige Diarrhö verfilmt/verzeichnet/veranimiert oder sonst etwas werden (das gilt auch für alle anderen Filme etc.).

Ach mein Schlusswort: Hayao Miyazaki hat Recht, die Qualität der Anime/Manga ist zurückgegangen! Die Bewegungen bei Ghibli-Filmen sind immer überaus geschmeidig und fließend, was ich von anderen Anime nicht behaupten kann. Vielleicht liegt es an der kurzen Produktionszeit und dass die Quantität im Vordergrund steht, ich weiß es nicht, aber ich entferne mich immer mehr davon. Selbst bei Disney kann das doch schon beobachtet werden, wenn man die Filme betrachtet (auch die aus den 50/60er Jahren). Anfangs noch hochwertig und ein Film sollte ein breites Publikum begeistern, jetzt sollen viele kleinere Produktionen die Kassen füllen. Mal ganz davon abgesehen, dass die jetzt großflächig durch CGI erzeugt werden.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 13:24

Level 1 Moderator
Selbst bei Disney kann das doch schon beobachtet werden, wenn man die Filme betrachtet (auch die aus den 50/60er Jahren). Anfangs noch hochwertig und ein Film sollte ein breites Publikum begeistern, jetzt sollen viele kleinere Produktionen die Kassen füllen.

Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 15:50

Level 9 Administrator
Kleine Anmerkung noch bzgl. "Menschen richtig animieren": Damit ist nicht nur die Bewegung des Charakters alleine gemeint, sondern eben einen Menschen in einem Anime (= Mensch in eine Animation zu bringen) zu entwickeln, dazu gehören neben der Bewegung auch Verhalten und alles was dazu gehört, also nicht nur wie flüssig diese sich bewegen. Tut mir leid, dass es etwas unklar war.

Ich persönlich bin auch nicht so angetan von den vielen unnatürlichen Handlungen und Dialogen vieler Anime Charaktere, vor allem weil das was aktuell im japanischen Fernsehen und auf Streaming Seiten an Anime läuft eben auch die aktuellen Fans prägt. Meine eigene Meinung über den Unterhaltungswert solcher Serien ist natürlich für andere mehr als unwichtig und ich will diese auch keinem aufdrängen, doch viele oder vor allem männliche Zuschauer fangen plötzlich an Erwartungen entsprechend ihrer Vorbilder aus Anime zu setzen. Ich beziehe mich dabei nicht auf Kleidung oder dergleichen, sondern, dass jemand zum Beispiel plötzlich solche Handlungen von seinen Freunden erwartet; unnatürliche, nach dem Drehbuch gespielte Handlungen.

Und wenn sich solche unnatürliche Handlungen in Anime weiter vorfinden, wird es auch immer schwieriger Anime dem Westen näher zu bringen, der Term "Anime" wird immer mehr in den Schmutz gezogen und vor allem ältere Generationen werden immer abfälliger darüber sprechen - mal ganz von den Superhirnen bei einigen Fernsehanstalten abgesehen.

Ich bin und werde immer großer Anime-Fan bleiben, schließlich verschwinden die Anime die ich mag nicht einfach, doch bemerke ich selbst immer mehr, wie es immer seltener wird, dass ich aktuelle Anime schaue. Natürlich ist Anime ein Medium, dass unterhalten soll und mal einen Moment vom Stress und Alltag abzulenken, genau wie auch Manga, sonstige Bücher, Filme, Serien, Videospiele und mehr, doch es geht eben auch auf andere, nicht ganz so peinliche Art und Weise.

Nachtrag: Übrigens finde ich persönlich den Stil von Phineas und Ferb recht sympathisch. *duck*
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:09
Gelöscht #5

Also ihr müsst ja meiner Meinung nach immer nur schlechte Anime schauen, damit ihr zu diesem Schluss kommt oder bewertet eben die gesamte Animeszene an einem extremen Ecchi Anime, der keinerlei Story besitzt. Natürlich gibt es solche in jeder Saison, aber auch gute die sich lohnen zu schauen. Genauso kann man nicht erwarten in jeder Saison ein Meisterwerk geboten zu bekommen, das kommt genauso wie bei normalen Filmen auch selten vor und jeder definiert ein Meisterwerk auch wieder anders.

Ich bin und werde immer großer Anime-Fan bleiben, schließlich verschwinden die Anime die ich mag nicht einfach, doch bemerke ich selbst immer mehr, wie es immer seltener wird, dass ich aktuelle Anime schaue. Natürlich ist Anime ein Medium, dass unterhalten soll und mal einen Moment vom Stress und Alltag abzulenken, genau wie auch Manga, sonstige Bücher, Filme, Serien, Videospiele und mehr, doch es geht eben auch auf andere, nicht ganz so peinliche Art und Weise.
Man muss aber auch beachten, das Anime sich nach dem japanischen Publikum richten und nicht nach dem westlichen. Was für uns peinlich und Quatsch ist, ist für die vielleicht weniger peinlich und sogar sehr unterhaltsam. Aber wie gesagt: entweder man mag es oder man mag es nicht, wieso soll sich die Animeindustrie für einige wenige verdrehen?

Meiner Meinung nach ist Ecchi da kein Genre mehr, sondern eine Kategorie, die dem Zuschauer sagen soll: Achtung - es wackeln Brüste, Ärsche und evtl. andere Speckschwarten.
Eh, dafür steht Ecchi. Wenn du was anderes erwartet hast, dann hast du was falsch verstanden. Soll Action auch eine eigene Kategorie bilden, anstelle eines Genre, weil darin geboten wird, was der Name verspricht?

Zuletzt bearbeitet von am 05.02.2014 - 21:14 - insgesamt 3x bearbeitet.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:23
Babo Ren

Level 0 Mitglied
Man muss aber auch beachten, das Anime sich nach dem japanischen Publikum richten und nicht nach dem westlichen. Was für uns peinlich und Quatsch ist, ist für die vielleicht weniger peinlich und sogar sehr unterhaltsam. Aber wie gesagt: entweder man mag es oder man mag es nicht, wieso soll sich die Animeindustrie für einige wenige verdrehen?

Eben nicht, viele Japaner finden es ebenso schlecht/peinlich, wie wir. Davon abgesehen geht es ja gerade darum, dass die Anime-Industrie sich wegen paar extremen Fans verdreht hat.

Edit:

Also ihr müsst ja meiner Meinung nach immer nur schlechte Anime schauen, damit ihr zu diesem Schluss kommt oder bewertet eben die gesamte Animeszene an einem extremen Ecchi Anime, der keinerlei Story besitzt.
Es geht immer noch nicht um Ecchi-Anime :/
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:38

Level 9 Administrator
@BlackSheep: Ich habe nicht behauptet, dass alle aktuellen Anime schlecht sind, lediglich, dass sie sich langsam aber deutlich häufen. Ich denke es geht hier grob gesagt einfach um unnatürliche Charakterentwicklung, nicht um Ecchi. Das wurde glaube ich nur nebenbei erwähnt und hauptsächlich von Dir aufgegriffen.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:51
Gelöscht #5

Es geht immer noch nicht um Ecchi-Anime :/
Es ist aber ein großes Ding das hier angesprochen wurde, auch von dir. :/

Eben nicht, viele Japaner finden es ebenso schlecht/peinlich, wie wir. Davon abgesehen geht es ja gerade darum, dass die Anime-Industrie sich wegen paar extremen Fans verdreht hat.
Du meinst die die Anime nicht wirklich schauen? Die Fans finden es anscheinend in Ordnung, sonst würde das ja nicht so sein wie es ist. Ein Markt verdreht sich nie aufgrund ein paar wenigen, das lohnt sich einfach nicht, sondern wenn es bei der Mehrheit gut ankommt. Dementsprechend findest sie es in Ordnung / gut und nicht schlecht.

@BlackSheep: Ich habe nicht behauptet, dass alle aktuellen Anime schlecht sind, lediglich, dass sie sich langsam aber deutlich häufen. Ich denke es geht hier grob gesagt einfach um unnatürliche Charakterentwicklung, nicht um Ecchi. Das wurde glaube ich nur nebenbei erwähnt und hauptsächlich von Dir aufgegriffen.
Diese unnatürliche Charakterentwicklung ist aber fast ausschließlich in Ecchi und Comedy Anime zu finden, wo anders ist sie mir noch nicht aufgefallen.

Zuletzt bearbeitet von am 05.02.2014 - 21:54 - insgesamt 2x bearbeitet.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:54
Babo Ren

Level 0 Mitglied
Diese unnatürliche Charakterentwicklung ist aber fast ausschließlich in Ecchi Anime zu finden.
K-ON ist also ein Ecchi? Soso.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:55
Gelöscht #5

Ren schrieb am 05.02.2014 - 21:54:


Diese unnatürliche Charakterentwicklung ist aber fast ausschließlich in Ecchi Anime zu finden.
K-ON ist also ein Ecchi? Soso.
Ich habe noch Comedy hinzugegfügt, du warst zu schnell. ;)
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 21:56

Level 9 Administrator
"Hauptsächlich" heißt nicht "nur", es war einfach nur ein genanntes Beispiel. Gehen wir eben mal mehr zum Beispiel von Eru Chitanda aus Hyouka. Ich mochte den Anime, ich hatte mir etwas mehr Detektivarbeit erhofft, aber er war sonst recht toll. In diesem Anime erscheinen keinerlei Ecchi-Szenen, zumindest würde mir gerade keine einfallen und dennoch wäre das Verhalten von Eru ein Paradebeispiel für ein kurioses Charakterverhalten. Eventuell ist "natürliche Charakterentwicklung" oder "natürliches Verhalten" auch nicht ganz die richtige Bezeichnung, eher, glaubhaftes - ja, das klingt glaube ich besser.
Hayao Miyazaki: Das Problem der Anime-Industrie ist, dass sie voll von Otaku ist - geschrieben am 05.02.2014 - 22:03
Babo Ren

Level 0 Mitglied
Merkwürdig ist ja auch, dass nur Black Sheep sich an dem Ecchi Part festhält, wobei das Thema eigentlich ganz wo anders lag (ganz nebenbei: Ich habe nur einen Ecchi-Anime als Beispiel genommen).
Aber ja Chitanda Eru, war ziemlich schrecklich. Sie war aber nicht der einzige weibliche Charakter in der Serie; Mayaka gibt es ja auch noch. Aber ausser, dass sie sehr schlecht gelaunt war (Tsundere), konnte man ihr Verhalten doch immer nachvollziehen.

Wieso sollten sie Chitanda so vermasseln, wobei sie hingegen einen weiblichen Charakter, wie Mayaka, eingebaut haben?
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